OHRBUS | WHAT ARE YOU AFRAID OF? | Gravenbruch | #54678 | NACHTS HÖRTE ER AUCH BESSER | PONYQUILT | REALITÄTSPRINZIP | #008053 | Michael | MALINA | NICHTORTE | #00419 | THE GAP F99 |
REALITÄTSPRINZIP
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"Diese Empfindungen scheinen mit so genannten Erfahrungen außerhalb des
Körpers in Verbindung zu stehen, die ein so starkes Körpergefühl erzeugen,
dass man das Gefühl hat, sich von außen seiner Selbst zu beobachten. All
diese Empfindungen werden durch einen Gegenstand hervorgerufen, einen toten
Gegenstand, der ein Eigenleben hat, ein Leben, das gewissermaßen von einem
selbst abhängig ist und das auf intime Weise, aber zugleich unergründlich
mit dem eigenen Leben verbunden ist." (1)
Nach André Malraux ist die Fotografie eine isolierte Wirklichkeit.(2) Wir
vertrauen darauf, dass die Welt so ist, wie wir sie wahrnehmen. Die Erkennt-
nis, dass sich im Bereich dessen, was man sehen kann, etwas Unsichtbares
erfahren lässt, führt zur Irritation. Das Realitätsprinzip resultiert aus
der Beschäftigung mit dem Wesen des Unheimlichen im Kontext ästhetischer
Wahrnehmung. Sigmund Freud ordnet das Unheimliche nicht dem Bereich der Psy-
chologie zu, sondern den Gesetzmäßigkeiten des Ästhetischen. Er charakteri-
siert die Ästhetik als die Lehre von den Qualitäten unseres Fühlens.(3)
Oft erweist sich etwas als unheimlich, wenn die Grenze zwischen Sichtbarem
und Unsichtbarem, zwischen Wirklichkeit und Phantasie verwischt. Darüber
hinaus erfordert die Thematik eine Formsprache, die es ermöglicht, eine
Gleichzeitigkeit von Anwesenheit und Abwesenheit, dem Innen und Außen,
in einem einzigen Bild festzuhalten. Fotografie muss demnach in der Lage
sein, eine isolierte Wirklichkeit zu schaffen, die fernab der Handlung im
Betrachter eine Welt eröffnet, die nicht abbildbar ist. Bilder können auf
den Betrachter unheimlich wirken, nicht allein dadurch, "was" sie abbilden
sondern "wie" sie es zeigen. Daraus resultiert die Überlegung wieviel nar-
rativen Inhalt ein Bild benötigt. Was passiert, wenn man seinen Bildern ihre
Geschichte verbietet? Meine Protagonisten sind keiner Handlung entsprungen.
Die einzige Rolle, die sie spielen, ist die des fotografierten Augenblicks.
Sie sind Imaginationen, nichts ist für sie von Belang. Sie besitzen weder
eine Vergangenheit, noch eine Zukunft, sind Schauspieler ohne Bühne. Alles
kann wichtig erscheinen und zugleich bedeutungslos sein.
(1) Mike Kelley, Mit toten Dingen spielen, in: M. Kelley, The Uncanny,
Köln, 2004, S. A-16; (2) Georg Seeßlen, David Lynch und seine Filme,
Marburg, 2003, S.114; (3) Alexander Mischerlich, Sigmund Freud: Das
Unheimliche, in: Psychogische Schriften, Studienausgabe Bd. IV,
Frankfurt am Main, 1982, S.243

REALITÄTSPRINZIP
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"Diese Empfindungen scheinen mit so genannten Erfahrungen außerhalb des
Körpers in Verbindung zu stehen, die ein so starkes Körpergefühl erzeugen,
dass man das Gefühl hat, sich von außen seiner Selbst zu beobachten. All
diese Empfindungen werden durch einen Gegenstand hervorgerufen, einen toten
Gegenstand, der ein Eigenleben hat, ein Leben, das gewissermaßen von einem
selbst abhängig ist und das auf intime Weise, aber zugleich unergründlich
mit dem eigenen Leben verbunden ist." (1)
Nach André Malraux ist die Fotografie eine isolierte Wirklichkeit.(2) Wir
vertrauen darauf, dass die Welt so ist, wie wir sie wahrnehmen. Die Erkennt-
nis, dass sich im Bereich dessen, was man sehen kann, etwas Unsichtbares
erfahren lässt, führt zur Irritation. Das Realitätsprinzip resultiert aus
der Beschäftigung mit dem Wesen des Unheimlichen im Kontext ästhetischer
Wahrnehmung. Sigmund Freud ordnet das Unheimliche nicht dem Bereich der Psy-
chologie zu, sondern den Gesetzmäßigkeiten des Ästhetischen. Er charakteri-
siert die Ästhetik als die Lehre von den Qualitäten unseres Fühlens.(3)
Oft erweist sich etwas als unheimlich, wenn die Grenze zwischen Sichtbarem
und Unsichtbarem, zwischen Wirklichkeit und Phantasie verwischt. Darüber
hinaus erfordert die Thematik eine Formsprache, die es ermöglicht, eine
Gleichzeitigkeit von Anwesenheit und Abwesenheit, dem Innen und Außen,
in einem einzigen Bild festzuhalten. Fotografie muss demnach in der Lage
sein, eine isolierte Wirklichkeit zu schaffen, die fernab der Handlung im
Betrachter eine Welt eröffnet, die nicht abbildbar ist. Bilder können auf
den Betrachter unheimlich wirken, nicht allein dadurch, "was" sie abbilden
sondern "wie" sie es zeigen. Daraus resultiert die Überlegung wieviel nar-
rativen Inhalt ein Bild benötigt. Was passiert, wenn man seinen Bildern ihre
Geschichte verbietet? Meine Protagonisten sind keiner Handlung entsprungen.
Die einzige Rolle, die sie spielen, ist die des fotografierten Augenblicks.
Sie sind Imaginationen, nichts ist für sie von Belang. Sie besitzen weder
eine Vergangenheit, noch eine Zukunft, sind Schauspieler ohne Bühne. Alles
kann wichtig erscheinen und zugleich bedeutungslos sein.
(1) Mike Kelley, Mit toten Dingen spielen, in: M. Kelley, The Uncanny,
Köln, 2004, S. A-16; (2) Georg Seeßlen, David Lynch und seine Filme,
Marburg, 2003, S.114; (3) Alexander Mischerlich, Sigmund Freud: Das
Unheimliche, in: Psychogische Schriften, Studienausgabe Bd. IV,
Frankfurt am Main, 1982, S.243

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"Diese Empfindungen scheinen mit so genannten Erfahrungen außerhalb des
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dass man das Gefühl hat, sich von außen seiner Selbst zu beobachten. All
diese Empfindungen werden durch einen Gegenstand hervorgerufen, einen toten
Gegenstand, der ein Eigenleben hat, ein Leben, das gewissermaßen von einem
selbst abhängig ist und das auf intime Weise, aber zugleich unergründlich
mit dem eigenen Leben verbunden ist." (1)
Nach André Malraux ist die Fotografie eine isolierte Wirklichkeit.(2) Wir
vertrauen darauf, dass die Welt so ist, wie wir sie wahrnehmen. Die Erkennt-
nis, dass sich im Bereich dessen, was man sehen kann, etwas Unsichtbares
erfahren lässt, führt zur Irritation. Das Realitätsprinzip resultiert aus
der Beschäftigung mit dem Wesen des Unheimlichen im Kontext ästhetischer
Wahrnehmung. Sigmund Freud ordnet das Unheimliche nicht dem Bereich der Psy-
chologie zu, sondern den Gesetzmäßigkeiten des Ästhetischen. Er charakteri-
siert die Ästhetik als die Lehre von den Qualitäten unseres Fühlens.(3)
Oft erweist sich etwas als unheimlich, wenn die Grenze zwischen Sichtbarem
und Unsichtbarem, zwischen Wirklichkeit und Phantasie verwischt. Darüber
hinaus erfordert die Thematik eine Formsprache, die es ermöglicht, eine
Gleichzeitigkeit von Anwesenheit und Abwesenheit, dem Innen und Außen,
in einem einzigen Bild festzuhalten. Fotografie muss demnach in der Lage
sein, eine isolierte Wirklichkeit zu schaffen, die fernab der Handlung im
Betrachter eine Welt eröffnet, die nicht abbildbar ist. Bilder können auf
den Betrachter unheimlich wirken, nicht allein dadurch, "was" sie abbilden
sondern "wie" sie es zeigen. Daraus resultiert die Überlegung wieviel nar-
rativen Inhalt ein Bild benötigt. Was passiert, wenn man seinen Bildern ihre
Geschichte verbietet? Meine Protagonisten sind keiner Handlung entsprungen.
Die einzige Rolle, die sie spielen, ist die des fotografierten Augenblicks.
Sie sind Imaginationen, nichts ist für sie von Belang. Sie besitzen weder
eine Vergangenheit, noch eine Zukunft, sind Schauspieler ohne Bühne. Alles
kann wichtig erscheinen und zugleich bedeutungslos sein.
(1) Mike Kelley, Mit toten Dingen spielen, in: M. Kelley, The Uncanny,
Köln, 2004, S. A-16; (2) Georg Seeßlen, David Lynch und seine Filme,
Marburg, 2003, S.114; (3) Alexander Mischerlich, Sigmund Freud: Das
Unheimliche, in: Psychogische Schriften, Studienausgabe Bd. IV,
Frankfurt am Main, 1982, S.243

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"Diese Empfindungen scheinen mit so genannten Erfahrungen außerhalb des
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dass man das Gefühl hat, sich von außen seiner Selbst zu beobachten. All
diese Empfindungen werden durch einen Gegenstand hervorgerufen, einen toten
Gegenstand, der ein Eigenleben hat, ein Leben, das gewissermaßen von einem
selbst abhängig ist und das auf intime Weise, aber zugleich unergründlich
mit dem eigenen Leben verbunden ist." (1)
Nach André Malraux ist die Fotografie eine isolierte Wirklichkeit.(2) Wir
vertrauen darauf, dass die Welt so ist, wie wir sie wahrnehmen. Die Erkennt-
nis, dass sich im Bereich dessen, was man sehen kann, etwas Unsichtbares
erfahren lässt, führt zur Irritation. Das Realitätsprinzip resultiert aus
der Beschäftigung mit dem Wesen des Unheimlichen im Kontext ästhetischer
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chologie zu, sondern den Gesetzmäßigkeiten des Ästhetischen. Er charakteri-
siert die Ästhetik als die Lehre von den Qualitäten unseres Fühlens.(3)
Oft erweist sich etwas als unheimlich, wenn die Grenze zwischen Sichtbarem
und Unsichtbarem, zwischen Wirklichkeit und Phantasie verwischt. Darüber
hinaus erfordert die Thematik eine Formsprache, die es ermöglicht, eine
Gleichzeitigkeit von Anwesenheit und Abwesenheit, dem Innen und Außen,
in einem einzigen Bild festzuhalten. Fotografie muss demnach in der Lage
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Betrachter eine Welt eröffnet, die nicht abbildbar ist. Bilder können auf
den Betrachter unheimlich wirken, nicht allein dadurch, "was" sie abbilden
sondern "wie" sie es zeigen. Daraus resultiert die Überlegung wieviel nar-
rativen Inhalt ein Bild benötigt. Was passiert, wenn man seinen Bildern ihre
Geschichte verbietet? Meine Protagonisten sind keiner Handlung entsprungen.
Die einzige Rolle, die sie spielen, ist die des fotografierten Augenblicks.
Sie sind Imaginationen, nichts ist für sie von Belang. Sie besitzen weder
eine Vergangenheit, noch eine Zukunft, sind Schauspieler ohne Bühne. Alles
kann wichtig erscheinen und zugleich bedeutungslos sein.
(1) Mike Kelley, Mit toten Dingen spielen, in: M. Kelley, The Uncanny,
Köln, 2004, S. A-16; (2) Georg Seeßlen, David Lynch und seine Filme,
Marburg, 2003, S.114; (3) Alexander Mischerlich, Sigmund Freud: Das
Unheimliche, in: Psychogische Schriften, Studienausgabe Bd. IV,
Frankfurt am Main, 1982, S.243

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"Diese Empfindungen scheinen mit so genannten Erfahrungen außerhalb des
Körpers in Verbindung zu stehen, die ein so starkes Körpergefühl erzeugen,
dass man das Gefühl hat, sich von außen seiner Selbst zu beobachten. All
diese Empfindungen werden durch einen Gegenstand hervorgerufen, einen toten
Gegenstand, der ein Eigenleben hat, ein Leben, das gewissermaßen von einem
selbst abhängig ist und das auf intime Weise, aber zugleich unergründlich
mit dem eigenen Leben verbunden ist." (1)
Nach André Malraux ist die Fotografie eine isolierte Wirklichkeit.(2) Wir
vertrauen darauf, dass die Welt so ist, wie wir sie wahrnehmen. Die Erkennt-
nis, dass sich im Bereich dessen, was man sehen kann, etwas Unsichtbares
erfahren lässt, führt zur Irritation. Das Realitätsprinzip resultiert aus
der Beschäftigung mit dem Wesen des Unheimlichen im Kontext ästhetischer
Wahrnehmung. Sigmund Freud ordnet das Unheimliche nicht dem Bereich der Psy-
chologie zu, sondern den Gesetzmäßigkeiten des Ästhetischen. Er charakteri-
siert die Ästhetik als die Lehre von den Qualitäten unseres Fühlens.(3)
Oft erweist sich etwas als unheimlich, wenn die Grenze zwischen Sichtbarem
und Unsichtbarem, zwischen Wirklichkeit und Phantasie verwischt. Darüber
hinaus erfordert die Thematik eine Formsprache, die es ermöglicht, eine
Gleichzeitigkeit von Anwesenheit und Abwesenheit, dem Innen und Außen,
in einem einzigen Bild festzuhalten. Fotografie muss demnach in der Lage
sein, eine isolierte Wirklichkeit zu schaffen, die fernab der Handlung im
Betrachter eine Welt eröffnet, die nicht abbildbar ist. Bilder können auf
den Betrachter unheimlich wirken, nicht allein dadurch, "was" sie abbilden
sondern "wie" sie es zeigen. Daraus resultiert die Überlegung wieviel nar-
rativen Inhalt ein Bild benötigt. Was passiert, wenn man seinen Bildern ihre
Geschichte verbietet? Meine Protagonisten sind keiner Handlung entsprungen.
Die einzige Rolle, die sie spielen, ist die des fotografierten Augenblicks.
Sie sind Imaginationen, nichts ist für sie von Belang. Sie besitzen weder
eine Vergangenheit, noch eine Zukunft, sind Schauspieler ohne Bühne. Alles
kann wichtig erscheinen und zugleich bedeutungslos sein.
(1) Mike Kelley, Mit toten Dingen spielen, in: M. Kelley, The Uncanny,
Köln, 2004, S. A-16; (2) Georg Seeßlen, David Lynch und seine Filme,
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dass man das Gefühl hat, sich von außen seiner Selbst zu beobachten. All
diese Empfindungen werden durch einen Gegenstand hervorgerufen, einen toten
Gegenstand, der ein Eigenleben hat, ein Leben, das gewissermaßen von einem
selbst abhängig ist und das auf intime Weise, aber zugleich unergründlich
mit dem eigenen Leben verbunden ist." (1)
Nach André Malraux ist die Fotografie eine isolierte Wirklichkeit.(2) Wir
vertrauen darauf, dass die Welt so ist, wie wir sie wahrnehmen. Die Erkennt-
nis, dass sich im Bereich dessen, was man sehen kann, etwas Unsichtbares
erfahren lässt, führt zur Irritation. Das Realitätsprinzip resultiert aus
der Beschäftigung mit dem Wesen des Unheimlichen im Kontext ästhetischer
Wahrnehmung. Sigmund Freud ordnet das Unheimliche nicht dem Bereich der Psy-
chologie zu, sondern den Gesetzmäßigkeiten des Ästhetischen. Er charakteri-
siert die Ästhetik als die Lehre von den Qualitäten unseres Fühlens.(3)
Oft erweist sich etwas als unheimlich, wenn die Grenze zwischen Sichtbarem
und Unsichtbarem, zwischen Wirklichkeit und Phantasie verwischt. Darüber
hinaus erfordert die Thematik eine Formsprache, die es ermöglicht, eine
Gleichzeitigkeit von Anwesenheit und Abwesenheit, dem Innen und Außen,
in einem einzigen Bild festzuhalten. Fotografie muss demnach in der Lage
sein, eine isolierte Wirklichkeit zu schaffen, die fernab der Handlung im
Betrachter eine Welt eröffnet, die nicht abbildbar ist. Bilder können auf
den Betrachter unheimlich wirken, nicht allein dadurch, "was" sie abbilden
sondern "wie" sie es zeigen. Daraus resultiert die Überlegung wieviel nar-
rativen Inhalt ein Bild benötigt. Was passiert, wenn man seinen Bildern ihre
Geschichte verbietet? Meine Protagonisten sind keiner Handlung entsprungen.
Die einzige Rolle, die sie spielen, ist die des fotografierten Augenblicks.
Sie sind Imaginationen, nichts ist für sie von Belang. Sie besitzen weder
eine Vergangenheit, noch eine Zukunft, sind Schauspieler ohne Bühne. Alles
kann wichtig erscheinen und zugleich bedeutungslos sein.
(1) Mike Kelley, Mit toten Dingen spielen, in: M. Kelley, The Uncanny,
Köln, 2004, S. A-16; (2) Georg Seeßlen, David Lynch und seine Filme,
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dass man das Gefühl hat, sich von außen seiner Selbst zu beobachten. All
diese Empfindungen werden durch einen Gegenstand hervorgerufen, einen toten
Gegenstand, der ein Eigenleben hat, ein Leben, das gewissermaßen von einem
selbst abhängig ist und das auf intime Weise, aber zugleich unergründlich
mit dem eigenen Leben verbunden ist." (1)
Nach André Malraux ist die Fotografie eine isolierte Wirklichkeit.(2) Wir
vertrauen darauf, dass die Welt so ist, wie wir sie wahrnehmen. Die Erkennt-
nis, dass sich im Bereich dessen, was man sehen kann, etwas Unsichtbares
erfahren lässt, führt zur Irritation. Das Realitätsprinzip resultiert aus
der Beschäftigung mit dem Wesen des Unheimlichen im Kontext ästhetischer
Wahrnehmung. Sigmund Freud ordnet das Unheimliche nicht dem Bereich der Psy-
chologie zu, sondern den Gesetzmäßigkeiten des Ästhetischen. Er charakteri-
siert die Ästhetik als die Lehre von den Qualitäten unseres Fühlens.(3)
Oft erweist sich etwas als unheimlich, wenn die Grenze zwischen Sichtbarem
und Unsichtbarem, zwischen Wirklichkeit und Phantasie verwischt. Darüber
hinaus erfordert die Thematik eine Formsprache, die es ermöglicht, eine
Gleichzeitigkeit von Anwesenheit und Abwesenheit, dem Innen und Außen,
in einem einzigen Bild festzuhalten. Fotografie muss demnach in der Lage
sein, eine isolierte Wirklichkeit zu schaffen, die fernab der Handlung im
Betrachter eine Welt eröffnet, die nicht abbildbar ist. Bilder können auf
den Betrachter unheimlich wirken, nicht allein dadurch, "was" sie abbilden
sondern "wie" sie es zeigen. Daraus resultiert die Überlegung wieviel nar-
rativen Inhalt ein Bild benötigt. Was passiert, wenn man seinen Bildern ihre
Geschichte verbietet? Meine Protagonisten sind keiner Handlung entsprungen.
Die einzige Rolle, die sie spielen, ist die des fotografierten Augenblicks.
Sie sind Imaginationen, nichts ist für sie von Belang. Sie besitzen weder
eine Vergangenheit, noch eine Zukunft, sind Schauspieler ohne Bühne. Alles
kann wichtig erscheinen und zugleich bedeutungslos sein.
(1) Mike Kelley, Mit toten Dingen spielen, in: M. Kelley, The Uncanny,
Köln, 2004, S. A-16; (2) Georg Seeßlen, David Lynch und seine Filme,
Marburg, 2003, S.114; (3) Alexander Mischerlich, Sigmund Freud: Das
Unheimliche, in: Psychogische Schriften, Studienausgabe Bd. IV,
Frankfurt am Main, 1982, S.243

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"Diese Empfindungen scheinen mit so genannten Erfahrungen außerhalb des
Körpers in Verbindung zu stehen, die ein so starkes Körpergefühl erzeugen,
dass man das Gefühl hat, sich von außen seiner Selbst zu beobachten. All
diese Empfindungen werden durch einen Gegenstand hervorgerufen, einen toten
Gegenstand, der ein Eigenleben hat, ein Leben, das gewissermaßen von einem
selbst abhängig ist und das auf intime Weise, aber zugleich unergründlich
mit dem eigenen Leben verbunden ist." (1)
Nach André Malraux ist die Fotografie eine isolierte Wirklichkeit.(2) Wir
vertrauen darauf, dass die Welt so ist, wie wir sie wahrnehmen. Die Erkennt-
nis, dass sich im Bereich dessen, was man sehen kann, etwas Unsichtbares
erfahren lässt, führt zur Irritation. Das Realitätsprinzip resultiert aus
der Beschäftigung mit dem Wesen des Unheimlichen im Kontext ästhetischer
Wahrnehmung. Sigmund Freud ordnet das Unheimliche nicht dem Bereich der Psy-
chologie zu, sondern den Gesetzmäßigkeiten des Ästhetischen. Er charakteri-
siert die Ästhetik als die Lehre von den Qualitäten unseres Fühlens.(3)
Oft erweist sich etwas als unheimlich, wenn die Grenze zwischen Sichtbarem
und Unsichtbarem, zwischen Wirklichkeit und Phantasie verwischt. Darüber
hinaus erfordert die Thematik eine Formsprache, die es ermöglicht, eine
Gleichzeitigkeit von Anwesenheit und Abwesenheit, dem Innen und Außen,
in einem einzigen Bild festzuhalten. Fotografie muss demnach in der Lage
sein, eine isolierte Wirklichkeit zu schaffen, die fernab der Handlung im
Betrachter eine Welt eröffnet, die nicht abbildbar ist. Bilder können auf
den Betrachter unheimlich wirken, nicht allein dadurch, "was" sie abbilden
sondern "wie" sie es zeigen. Daraus resultiert die Überlegung wieviel nar-
rativen Inhalt ein Bild benötigt. Was passiert, wenn man seinen Bildern ihre
Geschichte verbietet? Meine Protagonisten sind keiner Handlung entsprungen.
Die einzige Rolle, die sie spielen, ist die des fotografierten Augenblicks.
Sie sind Imaginationen, nichts ist für sie von Belang. Sie besitzen weder
eine Vergangenheit, noch eine Zukunft, sind Schauspieler ohne Bühne. Alles
kann wichtig erscheinen und zugleich bedeutungslos sein.
(1) Mike Kelley, Mit toten Dingen spielen, in: M. Kelley, The Uncanny,
Köln, 2004, S. A-16; (2) Georg Seeßlen, David Lynch und seine Filme,
Marburg, 2003, S.114; (3) Alexander Mischerlich, Sigmund Freud: Das
Unheimliche, in: Psychogische Schriften, Studienausgabe Bd. IV,
Frankfurt am Main, 1982, S.243

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"Diese Empfindungen scheinen mit so genannten Erfahrungen außerhalb des
Körpers in Verbindung zu stehen, die ein so starkes Körpergefühl erzeugen,
dass man das Gefühl hat, sich von außen seiner Selbst zu beobachten. All
diese Empfindungen werden durch einen Gegenstand hervorgerufen, einen toten
Gegenstand, der ein Eigenleben hat, ein Leben, das gewissermaßen von einem
selbst abhängig ist und das auf intime Weise, aber zugleich unergründlich
mit dem eigenen Leben verbunden ist." (1)
Nach André Malraux ist die Fotografie eine isolierte Wirklichkeit.(2) Wir
vertrauen darauf, dass die Welt so ist, wie wir sie wahrnehmen. Die Erkennt-
nis, dass sich im Bereich dessen, was man sehen kann, etwas Unsichtbares
erfahren lässt, führt zur Irritation. Das Realitätsprinzip resultiert aus
der Beschäftigung mit dem Wesen des Unheimlichen im Kontext ästhetischer
Wahrnehmung. Sigmund Freud ordnet das Unheimliche nicht dem Bereich der Psy-
chologie zu, sondern den Gesetzmäßigkeiten des Ästhetischen. Er charakteri-
siert die Ästhetik als die Lehre von den Qualitäten unseres Fühlens.(3)
Oft erweist sich etwas als unheimlich, wenn die Grenze zwischen Sichtbarem
und Unsichtbarem, zwischen Wirklichkeit und Phantasie verwischt. Darüber
hinaus erfordert die Thematik eine Formsprache, die es ermöglicht, eine
Gleichzeitigkeit von Anwesenheit und Abwesenheit, dem Innen und Außen,
in einem einzigen Bild festzuhalten. Fotografie muss demnach in der Lage
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Betrachter eine Welt eröffnet, die nicht abbildbar ist. Bilder können auf
den Betrachter unheimlich wirken, nicht allein dadurch, "was" sie abbilden
sondern "wie" sie es zeigen. Daraus resultiert die Überlegung wieviel nar-
rativen Inhalt ein Bild benötigt. Was passiert, wenn man seinen Bildern ihre
Geschichte verbietet? Meine Protagonisten sind keiner Handlung entsprungen.
Die einzige Rolle, die sie spielen, ist die des fotografierten Augenblicks.
Sie sind Imaginationen, nichts ist für sie von Belang. Sie besitzen weder
eine Vergangenheit, noch eine Zukunft, sind Schauspieler ohne Bühne. Alles
kann wichtig erscheinen und zugleich bedeutungslos sein.
(1) Mike Kelley, Mit toten Dingen spielen, in: M. Kelley, The Uncanny,
Köln, 2004, S. A-16; (2) Georg Seeßlen, David Lynch und seine Filme,
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"Diese Empfindungen scheinen mit so genannten Erfahrungen außerhalb des
Körpers in Verbindung zu stehen, die ein so starkes Körpergefühl erzeugen,
dass man das Gefühl hat, sich von außen seiner Selbst zu beobachten. All
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selbst abhängig ist und das auf intime Weise, aber zugleich unergründlich
mit dem eigenen Leben verbunden ist." (1)
Nach André Malraux ist die Fotografie eine isolierte Wirklichkeit.(2) Wir
vertrauen darauf, dass die Welt so ist, wie wir sie wahrnehmen. Die Erkennt-
nis, dass sich im Bereich dessen, was man sehen kann, etwas Unsichtbares
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der Beschäftigung mit dem Wesen des Unheimlichen im Kontext ästhetischer
Wahrnehmung. Sigmund Freud ordnet das Unheimliche nicht dem Bereich der Psy-
chologie zu, sondern den Gesetzmäßigkeiten des Ästhetischen. Er charakteri-
siert die Ästhetik als die Lehre von den Qualitäten unseres Fühlens.(3)
Oft erweist sich etwas als unheimlich, wenn die Grenze zwischen Sichtbarem
und Unsichtbarem, zwischen Wirklichkeit und Phantasie verwischt. Darüber
hinaus erfordert die Thematik eine Formsprache, die es ermöglicht, eine
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Betrachter eine Welt eröffnet, die nicht abbildbar ist. Bilder können auf
den Betrachter unheimlich wirken, nicht allein dadurch, "was" sie abbilden
sondern "wie" sie es zeigen. Daraus resultiert die Überlegung wieviel nar-
rativen Inhalt ein Bild benötigt. Was passiert, wenn man seinen Bildern ihre
Geschichte verbietet? Meine Protagonisten sind keiner Handlung entsprungen.
Die einzige Rolle, die sie spielen, ist die des fotografierten Augenblicks.
Sie sind Imaginationen, nichts ist für sie von Belang. Sie besitzen weder
eine Vergangenheit, noch eine Zukunft, sind Schauspieler ohne Bühne. Alles
kann wichtig erscheinen und zugleich bedeutungslos sein.
(1) Mike Kelley, Mit toten Dingen spielen, in: M. Kelley, The Uncanny,
Köln, 2004, S. A-16; (2) Georg Seeßlen, David Lynch und seine Filme,
Marburg, 2003, S.114; (3) Alexander Mischerlich, Sigmund Freud: Das
Unheimliche, in: Psychogische Schriften, Studienausgabe Bd. IV,
Frankfurt am Main, 1982, S.243


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"Diese Empfindungen scheinen mit so genannten Erfahrungen außerhalb des
Körpers in Verbindung zu stehen, die ein so starkes Körpergefühl erzeugen,
dass man das Gefühl hat, sich von außen seiner Selbst zu beobachten. All
diese Empfindungen werden durch einen Gegenstand hervorgerufen, einen toten
Gegenstand, der ein Eigenleben hat, ein Leben, das gewissermaßen von einem
selbst abhängig ist und das auf intime Weise, aber zugleich unergründlich
mit dem eigenen Leben verbunden ist." (1)
Nach André Malraux ist die Fotografie eine isolierte Wirklichkeit.(2) Wir
vertrauen darauf, dass die Welt so ist, wie wir sie wahrnehmen. Die Erkennt-
nis, dass sich im Bereich dessen, was man sehen kann, etwas Unsichtbares
erfahren lässt, führt zur Irritation. Das Realitätsprinzip resultiert aus
der Beschäftigung mit dem Wesen des Unheimlichen im Kontext ästhetischer
Wahrnehmung. Sigmund Freud ordnet das Unheimliche nicht dem Bereich der Psy-
chologie zu, sondern den Gesetzmäßigkeiten des Ästhetischen. Er charakteri-
siert die Ästhetik als die Lehre von den Qualitäten unseres Fühlens.(3)
Oft erweist sich etwas als unheimlich, wenn die Grenze zwischen Sichtbarem
und Unsichtbarem, zwischen Wirklichkeit und Phantasie verwischt. Darüber
hinaus erfordert die Thematik eine Formsprache, die es ermöglicht, eine
Gleichzeitigkeit von Anwesenheit und Abwesenheit, dem Innen und Außen,
in einem einzigen Bild festzuhalten. Fotografie muss demnach in der Lage
sein, eine isolierte Wirklichkeit zu schaffen, die fernab der Handlung im
Betrachter eine Welt eröffnet, die nicht abbildbar ist. Bilder können auf
den Betrachter unheimlich wirken, nicht allein dadurch, "was" sie abbilden
sondern "wie" sie es zeigen. Daraus resultiert die Überlegung wieviel nar-
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Die einzige Rolle, die sie spielen, ist die des fotografierten Augenblicks.
Sie sind Imaginationen, nichts ist für sie von Belang. Sie besitzen weder
eine Vergangenheit, noch eine Zukunft, sind Schauspieler ohne Bühne. Alles
kann wichtig erscheinen und zugleich bedeutungslos sein.
(1) Mike Kelley, Mit toten Dingen spielen, in: M. Kelley, The Uncanny,
Köln, 2004, S. A-16; (2) Georg Seeßlen, David Lynch und seine Filme,
Marburg, 2003, S.114; (3) Alexander Mischerlich, Sigmund Freud: Das
Unheimliche, in: Psychogische Schriften, Studienausgabe Bd. IV,
Frankfurt am Main, 1982, S.243

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"Diese Empfindungen scheinen mit so genannten Erfahrungen außerhalb des
Körpers in Verbindung zu stehen, die ein so starkes Körpergefühl erzeugen,
dass man das Gefühl hat, sich von außen seiner Selbst zu beobachten. All
diese Empfindungen werden durch einen Gegenstand hervorgerufen, einen toten
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selbst abhängig ist und das auf intime Weise, aber zugleich unergründlich
mit dem eigenen Leben verbunden ist." (1)
Nach André Malraux ist die Fotografie eine isolierte Wirklichkeit.(2) Wir
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Wahrnehmung. Sigmund Freud ordnet das Unheimliche nicht dem Bereich der Psy-
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siert die Ästhetik als die Lehre von den Qualitäten unseres Fühlens.(3)
Oft erweist sich etwas als unheimlich, wenn die Grenze zwischen Sichtbarem
und Unsichtbarem, zwischen Wirklichkeit und Phantasie verwischt. Darüber
hinaus erfordert die Thematik eine Formsprache, die es ermöglicht, eine
Gleichzeitigkeit von Anwesenheit und Abwesenheit, dem Innen und Außen,
in einem einzigen Bild festzuhalten. Fotografie muss demnach in der Lage
sein, eine isolierte Wirklichkeit zu schaffen, die fernab der Handlung im
Betrachter eine Welt eröffnet, die nicht abbildbar ist. Bilder können auf
den Betrachter unheimlich wirken, nicht allein dadurch, "was" sie abbilden
sondern "wie" sie es zeigen. Daraus resultiert die Überlegung wieviel nar-
rativen Inhalt ein Bild benötigt. Was passiert, wenn man seinen Bildern ihre
Geschichte verbietet? Meine Protagonisten sind keiner Handlung entsprungen.
Die einzige Rolle, die sie spielen, ist die des fotografierten Augenblicks.
Sie sind Imaginationen, nichts ist für sie von Belang. Sie besitzen weder
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(1) Mike Kelley, Mit toten Dingen spielen, in: M. Kelley, The Uncanny,
Köln, 2004, S. A-16; (2) Georg Seeßlen, David Lynch und seine Filme,
Marburg, 2003, S.114; (3) Alexander Mischerlich, Sigmund Freud: Das
Unheimliche, in: Psychogische Schriften, Studienausgabe Bd. IV,
Frankfurt am Main, 1982, S.243

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Nach André Malraux ist die Fotografie eine isolierte Wirklichkeit.(2) Wir
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nis, dass sich im Bereich dessen, was man sehen kann, etwas Unsichtbares
erfahren lässt, führt zur Irritation. Das Realitätsprinzip resultiert aus
der Beschäftigung mit dem Wesen des Unheimlichen im Kontext ästhetischer
Wahrnehmung. Sigmund Freud ordnet das Unheimliche nicht dem Bereich der Psy-
chologie zu, sondern den Gesetzmäßigkeiten des Ästhetischen. Er charakteri-
siert die Ästhetik als die Lehre von den Qualitäten unseres Fühlens.(3)
Oft erweist sich etwas als unheimlich, wenn die Grenze zwischen Sichtbarem
und Unsichtbarem, zwischen Wirklichkeit und Phantasie verwischt. Darüber
hinaus erfordert die Thematik eine Formsprache, die es ermöglicht, eine
Gleichzeitigkeit von Anwesenheit und Abwesenheit, dem Innen und Außen,
in einem einzigen Bild festzuhalten. Fotografie muss demnach in der Lage
sein, eine isolierte Wirklichkeit zu schaffen, die fernab der Handlung im
Betrachter eine Welt eröffnet, die nicht abbildbar ist. Bilder können auf
den Betrachter unheimlich wirken, nicht allein dadurch, "was" sie abbilden
sondern "wie" sie es zeigen. Daraus resultiert die Überlegung wieviel nar-
rativen Inhalt ein Bild benötigt. Was passiert, wenn man seinen Bildern ihre
Geschichte verbietet? Meine Protagonisten sind keiner Handlung entsprungen.
Die einzige Rolle, die sie spielen, ist die des fotografierten Augenblicks.
Sie sind Imaginationen, nichts ist für sie von Belang. Sie besitzen weder
eine Vergangenheit, noch eine Zukunft, sind Schauspieler ohne Bühne. Alles
kann wichtig erscheinen und zugleich bedeutungslos sein.
(1) Mike Kelley, Mit toten Dingen spielen, in: M. Kelley, The Uncanny,
Köln, 2004, S. A-16; (2) Georg Seeßlen, David Lynch und seine Filme,
Marburg, 2003, S.114; (3) Alexander Mischerlich, Sigmund Freud: Das
Unheimliche, in: Psychogische Schriften, Studienausgabe Bd. IV,
Frankfurt am Main, 1982, S.243














